Hundeeis selber machen

Es ist Spätsommer und die Sonne beschenkt uns noch einmal mit herrlich warmen Tagen. Eine gute Gelegenheit nochmal die Vitamin D-Speicher zu füllen, eine Runde im See zu baden und jede Menge kühlendes Eis zu naschen – gemeinsam mit deinem liebsten Vierbeiner, versteht sich. Besonders jetzt kommt jegliche Abkühlung gerade recht, denn solche Spätsommertage können schon mal drückend und schwül werden. Vor allem wenn auf der Kleiderordnung dauerhaft Fell steht. Mit unserer schrittweisen Anleitung kannst du köstliches Hundeeis selber machen. So unterstützt und verwöhnst du deinen Lieblingshund bei diesen Temperaturen – und das ganz einfach ohne Aufwand von Zuhause.

Hundeeis in verschiedenen Formen

Stiele aus Holz oder Ähnlichem kommen für Hunde selbstverständlich nicht infrage. Sie könnten viel zu leicht splittern, verschluckt werden und außerdem müssten Herrchen oder Frauchen das Eis-am-Stiel die ganze Zeit halten. Am besten eignen sich kleine Schälchen, um das Eis darin zu bereiten. So kann der Hund ganz alleine daran schlecken und muss dabei nicht nonstop beaufsichtigt werden. Super nützlich sind auch Kongs, die innen hohl sind und sich mit der Eis-Rezeptur befüllen und anschließend einfrieren lassen. Für kleine Hunde bietet sich auch die Nutzung der Eiswürfelform an, um das schmackhafte Hundeeis gut zu dosieren und einzufrieren. Generell gilt: Weniger ist mehr - von zu viel kaltem Eis bekommt auch dein Hund schnell Bauchweh. Kleine Formen sind also ideal.

Anleitung für das DIY-Hundeeis

Schritt 1 – Die Basis: Klassisches Eis ist eigentlich ein Milchprodukt. Viele Hunde vertragen Kuh- Schafs- oder Ziegenmilch wunderbar. Als Grundzutat eignet sich zum Beispiel Ziegenjoghurt, Quark, Hüttenkäse und vieles mehr. Möchte man eher ein fruchtiges Hundeeis kreieren, nimmt man am besten Quark oder laktosefreien Naturjoghurt als Basis. Für ein deftigeres Menü wählt man vorzugsweise Frischkäse oder Joghurt vom Schaf oder der Ziege. Für Hunde, die noch nie mit Milchprodukten in Berührung gekommen sind, kann man alternativ Gemüse und Fleisch in Wasser kochen und die nahrhafte Brühe als Eisbasis oder auch schon als fertiges Eis verwenden. Zur weiteren Verarbeitung gibst du einfach die von dir gewählte Grundzutat in eine Schüssel.

Schritt 2 – Lieblings-Zutaten: Früchte, Gemüse, Fisch - dieser Schritt bietet Raum für das große Feld der Köstlichkeiten und der Vorlieben. Für Obstliebhaber eignen sich z.B. Banane, Apfel, Mango und Melone. Viele Hunde freuen sich aber besonders über Fleisch und Fisch in ihrem Hundeeis – auch wenn Fischeis bei uns Menschen nicht unbedingt auf dem Speiseplan steht. Die Lieblingszutaten deiner Gourmet-Schnauze schneidest du einfach klein oder pürierst sie und gibst diese anschließend der Schüssel mit deiner Grundzutat hinzu. Je nach Größe der Stückchen kannst du bis zu 5 Zutaten auswählen.

Schritt 3 – Verfeinern: Abschließend kann man je nach fruchtiger oder deftiger Variante, einen Schuss Lachs- oder Leinöl hinzugeben. Das hilft deinem Hund bei der Verdauung. Auch etwas Honig ist nicht nur gesund, sondern vor allem für kleine Naschkatzen ein leckeres Topping. Kräuter, wie Rosmarin, Basilikum oder getrocknete Brennesseln und Kamille wirken nicht nur von Innen, sondern können auch richtig gut schmecken. Hierbei sollte man aber auf Kräuter zurückgreifen, die der Hund bereits kennt und mag, damit das Eis nicht verschmäht wird. Die ausgewählten Toppings einfach mit in die Schüssel geben, alles gut vermengen und in die Form geben. Ein paar Stunden in die Tiefkühltruhe - und fertig ist das maßgeschneiderte, selfmade Hundeeis.

Unbedingt beachten: Nicht zu kreativ werden, denn nicht alles, was der Mensch essen kann, wird auch von Hunden vertragen. Schau unbedingt zuvor im Internet nach, ob auch alle Nahrungsmittel, die du für dein Eis ausgewählt hast, für Hunde geeignet sind. Vorsicht ist vor allem bei Nüssen, Beeren oder Gewürzen geboten. Kerne enthalten oft Blausäure, also achte genau darauf, dass diese nicht mit in das Eis geraten. Schokolade, Weintrauben und Rosinen oder einige Nachtschattengewächse wie Paprika sind für Vierbeiner tabu.

Wir wünschen euch eine wunderschöne restliche Sommerzeit und hoffen, dass wir euch mit unserer Hundeeis-Anleitung die heißen Tage etwas versüßen können. Welche Zutaten habt ihr ausgewählt? Und hat es eurem Vierbeiner geschmeckt? Lasst uns gerne einen Kommentar mit euren Kreationen und Erfahrungen da.

1 Kommentar

Toller Beitrag! Das werde ich heute gleich mal ausprobieren. Mal sehen, wie es unserem kleinen Boxer schmecken wird :)

Alexander 16 August 2020

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