Achtung Giftköder! - Welche Arten gibt es und was kann ich tun?

William Walker Achtung Giftköder

Geht´s noch? Man will es nicht wahrhaben, aber es gibt sie tatsächlich: Menschen, die Hunde so sehr hassen, dass sie unsere geliebten Fellnasen tatsächlich töten oder quälen wollen. Diese Psychopathen legen Giftköder aus in der Hoffnung, dass Hunde sie aufspüren, fressen und brutal daran zugrunde gehen. Was bringt diese Menschen auf derartige Ideen und wie können wir unsere felligen Lieblinge vor ihren Machenschaften schützen?

Verschiedene Arten von Giftködern

Bei der Art der Giftköder sind Hundehasser kreativ. Sie präparieren das vermeintlich leckere Wurststückchen, die kleine Frikadelle, den Keks oder andere für unsere treuen Vierbeiner interessante Lebensmittel mit scharfkantigen Gegenständen, z.B. Nadeln, Nägeln oder Rasierklingen. Andere Unmenschen arbeiten verschiedene Giftstoffe oder auch Betäubungsmittel in die „Leckerlis“ ein. Ihre tödliche Ware verstecken sie dann bevorzugt in Parks und Wäldern aber auch im Busch an der Straßenecke mitten in der Stadt. Einigen Kriminellen ist selbst die Suche nach einem geeigneten Tatort zu aufwändig. Sie schmeißen ihre Gemeinheiten einfach mitten auf den Grünstreifen neben dem Gehweg.

Symptome die auf eine Vergiftung hinweisen können

Sollte deine geliebte Fellnase einen Giftköder gefressen haben, ist die Palette der möglichen Symptome so vielfältig, dass du selbst vermutlich nicht erkennen kannst, was für ein Toxin sie sich einverleibt hat. Viele Hunde reagieren zuerst mit Müdigkeit, Apathie, genauso wie mit starkem Zittern oder Magenkrämpfen. Viele haben einen geblähten, harten Bauch, produzieren mehr Speichel, hecheln, haben blasse Schleimhäute oder sogar Schaum vor dem Mund. Weitere Symptome: Würgen, Probleme beim Schlucken, Blut im Erbrochenen oder blutiger Durchfall. Die vier gefährlichsten Giftköder, die diese Leiden verursachen können, wollen wir euch im Folgenden genauer erläutern.

Vergiftung mit Rattengift oder Thallium

Das Tückische an dieser Giftattacke, dass du sie kaum bemerkst, zumindest nicht gleich zu Beginn der Vergiftung. So kann wertvolle Zeit für eine eventuelle Rettung deines Schatzes verstreichen. Anfangs zeigen sich meist nur unscheinbare Symptome wie z.B. Müdigkeit. Dein Hund wirkt schlapp, hat keine Lust auf Gassi gehen und lässt das Leben anscheinend nur an sich vorbeiziehen. Die Körpertemperatur ist herabgesetzt, dein Liebling frisst und trinkt nicht mehr so recht. Oft erst Tage später werden dann mit Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen die fatalen Folgen der Vergiftung deutlich sichtbar. Das Rattengift zersetzt allmählich die inneren Organe und stört die Blutgerinnung, sodass deine treue Fellnase innerlich verblutet.

Vergiftung mit Schneckenkorn

Nicht weniger tückisch! Das farbige, meist blaue Pulver, zieht Hunde mit seinem süßlichen Geruch magisch an. Und weil dieses Schneckengift auch noch süßlich schmeckt, lassen unsere Vierbeiner von diesem verhängnisvollen Fund nichts übrig. Während eine kleine Dosis für sie oft noch gar nicht lebensbedrohlich sein würde, bringt eine höhere Konzentration sie innerhalb von 30 bis 60 Minuten um. Typische Symptome: Starkes Herzrasen, Unruhe und Muskelzittern.

Vergiftung mit Betäubungsmittel

Eine Überdosis Beruhigungsmittel wirkt ebenso schnell wie Schneckengift und zeigt sich schon binnen kürzester Zeit. Das dein Hund diesem hinterhältigen Anschlag zum Opfer gefallen ist, merkst du daran, dass er extrem müde wird, sich kaum noch auf den Beinen halten kann, torkelt und schließlich das Bewusstsein verliert.

Köder mit scharfem Gegenstand

An Gemeinheit und Brutalität kaum zu übertreffen! Hundehasser spicken für diesen Anschlag Lebensmittel mit spitzen Gegenständen, die deinem treuen Freund Speiseröhre, Magen und Darm aufschlitzen und schnell zum Tod führen. Wenn du Glück hast, sofern man bei einer solchen Vergiftung überhaupt von Glück reden kann, dann verletzt sich dein Hund schon beim Kauen und spuckt den Fremdling von selbst wieder aus.

Was tun, wenn mein Hund einen Giftköder gefressen hat?

Wenn du glaubst, dass dein Schatz irgendetwas Gefährliches am Wegrand aufgespührt hat, dann heißt dein Gebot der ersten Sekunde: Ruhe bewahren! Und der zweiten: Ab zum Tierarzt oder gleich in die nächste Tierklinik! Und zwar wirklich sofort. Jede Minute kann jetzt das Leben deines Lieblings retten. „Doktor ich“ ist im Giftköderfall keine gute Idee, da man ja meistens nicht weiß, was der Vierbeiner gefressen hat. Der Erste-Hilfe-Tipp, den Hund zum Erbrechen zu bringen, kann die Situation beispielsweise noch verschlimmern, sofern der Hund etwas Ätzendes oder Scharfkantiges gefressen hat. Kohle bindet zwar Giftstoffe im Körper, das Eintrichtern von 20 oder 30 Tabletten raubt aber kostbare Zeit. Sauerkraut wickelt sich im Magen des Hundes wie ein Mantel um scharfe Gegenstände oder auch giftige Kerne. Doch auch wenn der Sauerkraut dafür sorgt den Fremdkörper abzuführen, heilt es keine möglichen Wunden. Trotzdem lohnt es sich Kohletabletten oder auch Sauerkraut im Vorratsschrank zu haben, um im Notfall auch mit dem Tierarzt am Telefon bereits agieren zu können. Achtet auf euren Vierbeiner, wenn ihr Spazieren geht und sollte euch was ungewöhnliches an ihm auffallen, ist ein Anruf beim Tierarzt immer die richtige Entscheidung, um vorsorglich und schnell handeln zu können!

Wie kannst du deinen treuen Freund vor einem Giftköder-Anschlag schützen?

Eigentlich hilft nur eines: Training. Bring deinem Hund bei, nur von dir Nahrung anzunehmen und es ansonsten – auch wenn es noch so lecker duftet - zu verschmähen. Die gute Nachricht: Selbst Rassen, die für einen Wurstzipfel Herrchen und Frauchen verkaufen würden, können lernen, „Nein“ zu sagen.

Hattet ihr schon Vorfälle von Vergiftungen? Wie habt ihr gehandelt? Lasst uns gerne weitere Tips und Hilfen in den Kommentaren da, damit wir gemeinsam gegen die Übeltäter vorgehen können und unsere geliebten Hunde beschützen!

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