#friendsofwilliamwalker - Rasseportrait Rottweiler

Was genau bedeutet eigentlich “Hunderasse”?

Eine Hunderasse ist eine bestimmte und unterscheidbare Züchtung eines Haushundes. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) hat aktuell ungefähr 370 verschiedenen Hunderassen verzeichnet und damit anerkannt. Der kynologische Dachverband ordnet die Hunderassen ausgehend von Optik und Wesen verschiedenen Gruppen und Sektionen zu. Es gibt 10 FCI-Gruppen, darunter unter anderem die FCI-Gruppe 1: Hütehunde & Treibhunde oder die FCI-Gruppe 3: Terrier.

Welcher Hund passt zu mir?

Das ist beim Hundekauf die alles entscheidende Frage. Wer einen vierbeinigen Freund bei sich aufnehmen will, wird sich ein wenig mit den verschiedenen Hunderassen auseinander müssen. Dabei muss es sich nicht immer um einen reinrassigen Welpen drehen, denn auch bei Mischlingen aus dem Tierheim geben uns die verschiedenen Rasse-Kombinationen Aufschluss darüber, ob der Hund z.B. sehr groß wird oder möglicherweise einen Jagdtrieb besitzt. Letztlich entscheidet jedoch nicht nur die Rasse und dessen Eigenschaften über die Entwicklung und das Verhalten des Vierbeiners, sondern ebenso die Erziehung und die Sozialisation.

Der Rottweiler - ein stattlicher Beschützer und Begleiter

Rottweiler

  • Gewicht: 40 - 60 kg
  • Schulterhöhe: 56 - 69 cm
  • Ø Lebenserwartung: 8-10 Jahre
  • Farben: Schwarz, braun
  • Zuordnung: FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde

Die Geschichte und Herkunft des Rottweilers

Der Rottweiler zählt zu einer der ältesten Hunderassen. Seine Ursprünge liegen in der Römerzeit, wo er Überlieferungen zufolge als Hüte- und Treibhund gehalten wurde. Leider wurde der bullige Rottweiler auch für Kämpfe in großen Arenen gegen andere Hunde, Tiere oder sogar Gladiatoren missbraucht. Im Mittelalter wurde der Rottweiler vor allem ein Gefährte von Metzgern, da er das Vieh hütete. Doch nicht nur die Tiere wurden von den klugen, stattlichen Rottweilern beschützt, sie bewachten das Hab und Gut der Metzger und trugen sogar in Lederbeuteln das Geld ihrer Herrchen sicher verwahrt um den Hals. Seinen Namen verdankt der Rottweiler der Stadt Rottweil, die im Mittelalter als Knotenpunkt für das Metzger-Geschäft und Viehhandel galt. Hier war der Rottweiler besonders häufig vertreten. Seine Kraft, sein Arbeitswille und seine gute Führigkeit machten ihn später zu einem beliebten Polizeihund. Leid und Qualen ziehen sich durch die Geschichte des Rottweilers: Neben den Arena-Kämpfen in der Römerzeit missbrauchte das Militär die gehorsamen Hunde später im Krieg quasi als mobile Bomben - grausam. Zum Glück sind Hundekämpfe in den meisten Ländern inzwischen illegal und auch das Militär oder die Polizei setzen den Rottweiler heute nur noch als Spür- oder Schutzhund ein. Seine Geschichte in denen der Rottweiler immer wieder mit Gewalt, Kampf und Krieg in Verbindung gebracht wurde, verschaffte dem sanften Riesen lange einen schlechten Ruf. Mit Hilfe von Aufklärung und der richtigen Erziehung ist der Rottweiler heute wieder ein sehr beliebter Begleit- und Familienhund geworden.

Charakter und Wesen des kräftigen Rottweilers

Die stattlichen Rottweiler gelten als besonders kinderlieb, anhänglich und verschmust. Gleichzeitig sind sie jedoch auch sehr selbstsicher und deutlich aktiver, als es ihr massiger Körperbau vermuten lässt. Oft ist sich der Rottweiler seiner eigenen Kraft gar nicht bewusst und es bedarf einer guten Erziehung, um ihn im Zaum zu halten. Zu seinem Besitzer baut der Rottweiler eine unerschütterliche, loyale und liebevolle Bindung auf. Die Familie bedeutet dem Rottweiler alles. Integriert man den stattlichen Hund also schon als Welpen in eine Familie, mit Kindern oder auch Katzen, wird er allen Familienmitglieder oder auch Tieren ein wahrer Freund und Beschützer sein.

Die Erziehung des Rottweilers - Kein Hund für Anfänger

Zwar ist der Rottweiler nicht ohne Grund ein Polizeihund - er beweist ein gutes Gehorsam, trotzdem ist der kräftige Molosser aufgrund seines Körperbaus kein Anfängerhund. Denn gerade die großen kräftigem Hunde müssen 1A erzogen sein. Aufgrund seines Selbstbewusstseins braucht der Rotti erzieherische Disziplin und Konsequenz. Gerade in den ersten Lebensmonaten ist der große Vierbeiner noch etwas übermütig und verspielt. Hier heißt es eine gute Balance zwischen ausreichender Bewegung und intensiven Ruhephasen zu schaffen. Dem Rottweiler sollte früh und konsequent klar gemacht werden, dass sein Mensch der “Rudelführer” ist. Trotz seiner Größe und seines selbstsicheren Wesens ist der Rottweiler sensibel - die Erziehung sollte also mit viel Geduld und liebevoller Konsequenz erfolgen, anstatt mit Bestrafung.

Die Haltung des Rottweilers - er ist nur vereinzelt ein Listenhund

Der Rottweiler steht in einigen Bundesländer auf der Liste gefährlicher Hunderassen. Die Haltung des Rottweilers ist dort an strengere Auflagen und manchmal auch höhere Kosten gebunden. Über die “Listenhunde” lässt sich streiten und der eigentlich doch so sanfte Riese sollte nicht vorverurteilt werden. Möchtest du mehr über Listenhunde erfahren, schau bei unserem Artikel “Ist das ein Kampfhund? - die täglichen Herausforderungen von Hundebesitzern” vorbei.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt fast immer in der Erziehung. Der Rottweiler braucht vor allem in den jungen Jahren ausreichend Bewegung. Wenn er nicht ausgelastet ist, kann er unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln. Er ist ein kluger und lernbegieriger Hund, der große Freude an Schnüffel-Spielen und mentalem Training hat. Der Rottweiler sollte nicht in einer kleinen Wohnung gehalten werden. Am besten eignen sich ebenerdige Wohnräume mit einem Garten, da der Rottweiler aufgrund seiner Größe keine Treppen laufen sollte und so genug Auslauf und Raum zum Schnüffel bekommt. Bei dem Rottweiler sollte früh gegen Arthrose vorgebeugt werden, da große Rassen in späteren Jahren fast immer unter Gelenkschmerzen leiden. Bei dem sanften Riesen sollte auch zwischen dem Toben oder Spazieren und den Mahlzeiten mindestens eine gute Stunde vergehen, da sonst eine Magendrehung droht. Tricks, wie die Rolle sollten ihm deshalb gar nicht erst beigebracht werden. Lieber auf ein Training mit gleichmäßigen Bewegungen setzen.

Fashion- und Pflege-Tipp/Größenempfehlung für den Rottweiler

Der Rottweiler hat einen Halsumfang von etwa 50 - 60 cm und braucht damit meist Hundeaccessoires in Größe XL. Wichtig sind robuste und zugfeste Materialien - deshalb empfehlen wir das William Walker Hundehalsband Nobile Leonardo. Die Kombination aus braunem und dunkelblauem Saffiano Leder sieht nicht nur besonders elegant auf dem schwarz-braunen Fell des Rottis aus, sondern ist auch widerstandsfähig und langlebig. Passend dazu gibt es die Hundeleine Nobile Leonardo und einen Schlüsselanhänger für Herrchen oder Frauchen. Als Pflegetipp für glänzendes Fell empfehlen wir das Bürsten mit der Kurzhaarbürste Rub und das anschließende einreiben mit unserem Arganöl Shine.

 

Von Louisa Knoll

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